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Was ist Pilates?

Pilates ist die perfekte Trainingsmethode für dich, wenn du auf ausgewogene Weise deinen Körper formen und deine Haltung und dein Koordinationsvermögen verbessern möchtest.



1. Was bewirkt Pilates?


Das Ziel eines Pilates-Trainings ist in erster Linie die natürliche Ausrichtung des Körpers wieder herzustellen und neue Haltungsgewohnheiten einzuüben. So wird die Beweglichkeit erhöht und einseitige, schädliche Belastungen werden vermieden. Die Übungen stärken deinen Körper aus der Mitte, er gewinnt die notwendige Stabilität für eine harmonische und belastungsfreie Bewegung.
Wichtig dabei ist die genaue und konzentrierte Durchführung der Übungen nach Anleitung.

Die enge Verbindung zwischen Körper und Geist wird in der von Josph Pilates entwickelten Methode berücksichtigt. Ziel der Übungen ist es, durch Konzentration ein besseres Verständnis für den eigenen Körper zu gewinnen, die eigenen körperlichen Möglichkeiten zu fördern und dadurch das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern.

Ein wesentlicher Aspekt ist die Präzision und Genauigkeit, mit der die Bewegungen ausgeführt werden sollen. Die kleinste Bewegung hat enorme Auswirkung auf das Wohlbefinden. Je vertrauter du mit den Übungen wirst, umso deutlicher spürst du, dass Pilates deshalb so effektiv ist, weil die Bewegung so sorgfältig abgestimmt ist.

 


2. Was sind die Pilates Prinzipien?

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Konzentration und Kontrolle

Der Schlüssel zum Erfolg von Pilates liegt in der geistigen Aufmerksamkeit, mit der die Muskelbewegungen begleitet werden. Diese Konzentration fördert die Entwicklung des Körperbewusstseins, du erkennst die Auswirkungen einzelner Bewegungen und Muskelbewegungen auf deinen Körper als Ganzes. Zu Beginn lernst du, dich ausschließlich auf die Bewegung zu konzentrieren, die du gerade durchführst. So entdeckst du "vergessene" Muskelgruppen und Bewegungsmöglichkeiten neu. Nur wenn du ganz konzentriert bist, kannst du deine Muskeln so kontrollieren, dass du dich bewusst bewegen kannst.

 


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Präzision und Koordination

Versuche jede Übung genau nach Anleitung durchzuführen. Am Anfang erscheint der Unterschied zwischen einer korrekten und einer inkorrekten Übung gering. Die Schärfung deines Bewusstseins für die kleinsten Unterschiede im einsatz des Körpers ist jedoch das zentrale thema. Das Ziel ist ein gleichmäßiger und kontrollierter Bewegungsablauf.



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Bewegungsfluß und Flexibilität

Pilates-Übungen fördern fließende Bewegungen, die weich ineinder übergehen. Vermeide schnelle und ruckartige Bewegungen, diese können deine Muskeln überlasten und verkürzen. Regelmäßiges Träning verbessert deine körperliche Flexibilität und eröffnet dir neue Bewegungsmöglichkeiten.



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Zentrierung und Atmung

Das Ziel von Pilates ist es, deine Körpermitte - die Rumpfmuskulatur - zu kräften. Dadurch können sich Arme und Beine mühelos bewegen.  Dafür erlernst du die richtige Atmung, damit das Blut mit dem notwendigen Sauerstoffer versorgt wird, es aber während der Übungen nicht gleichzeitig zu einer übermäßigen Entspannung des Körperzentrum kommt.



3. Wer war Joseph Pilates?

Am 9. 12. 1883 wurde Joseph Hubertus Pilates in Mönchengladbach geboren. Er war ein kränkliches Kind, litt an Asthma und Rachitis. Mit diesen körperlichen Einschränkungen wollte er sich schon als junger Mensch nicht abfinden. Er setzte sich schon sehr früh mit seinem Körper auseinander, Fitness und Sport prägten sein Leben. Schifahren, Tauchen, Boxen... er probierte alles aus. Mit seinem Bruder trat er als Artist im Zirkus auf, er unterrichtete britische Kriminalbeamte von Scotland Yard in Selbstverteidigung und als er während des Krieges in Gefangenschaft war, hielt er sich und seine Mitgefangenen mit Turnübungen fit.

Nach dem Krieg begann er mit den damals bekanntesten Ballettänzern zusammenzuarbeiten, seine einzigartige Übungsmethode half gegen die oft schädlichen Auswirkungen des Tanztrainings. Im Jahr 1926 wanderte Josph Pilates in die USA aus und eröffnete dort sein erstes Studio, viele weitere folgten. Viele New Yorker Tänzer und Schauspieler erkannten die Wirksamkeit seines Trainings und profitierten davon. Ende der 1990iger Jahre erlangte vor allem durch Stars wie Madonna, Julia Roberts oder Barbara Becker das Pilates-Training weltweit große Bekanntheit.
Auch viele Spitzensportler begannen Pilates als wirksames Mittel gegen das harte und einseitige sportliche Training einzusetzen. 

Das Erbe von Pilates

In der Zeit zwischen der Eröffung seines ersten Studios und seinem Tod 1967 gab Joseph Pilates sein Wissen an unzählige Schüler weiter. Einige davon eröffneten eigene Pilates-Studios. Jeder Trainer prägt das Basisprogramm auf seine ganz persönliche Weise, dadurch entstanden eine Vielzahl unterschiedlicher Ausrichtungen die auf der Methode basieren, die Joseph Pilates festlegte.

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4. Was ist der Kraftgürtel?

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PRAKTISCHER TIPP
Du kannst die Prinzipien von Pilates ganz leicht in deinen Alltag einbauen, indem du immer daran denkst, deine Kernmuskulatur anzuspannen, bevor du eine Bewegung machst. Vor allem vor dem Heben schwerer Dinge. Das allein bewirkt schon einiges, auch wenn du sonst nicht regelmäßig übst!
Du schützt dich so bei ganz normalen Tätigkeiten gegen Verletzungen. Diese gute Gewohnheit kannst du dir antrainieren. Bald spannst du deine Kernmuskeln ohne bewusste Anstrengung an. Mit zunehmender Übung im Aktivieren des "Powerhouse" wirst du merken, wie gut das deinem Körper tut.

Ein starkes Zentrum

Alle Pilates Übungen basieren auf der durch den "Kraftgürtel" erzeugten Rumpfstabilität.

Nach der Theorie von Joseph Pilates sollten alle Bewegungen von einer starken Körpermitte ausgehen, die er "Kraftgürtel" oder "Powerhaus" bezeichnete. Nur wenn der Rumpf korrekt ausgericht und stabil ist, können sich Arme und Beine ungehindert bewegen. Ein starker Rumpf mit starker Bauch- und Rückenmuskulatur stützt die inneren Organe und die Wirbelsäule, wirkt anmutig, ist voller Spannkraft und weniger anfällig für Fehlbelastungen und Verletzungen, die aus einer Fehlhaltung entstehen.
Ist der Kraftgürtel schwach, muss die durch eine Bewegung oder Haltung entstehende Belastung von anderen Muskeln getragen werden, die für diese Leistung nicht gedacht sind.

Wie stärke ich mein Kraftzentrum?

Die erste Aufgabe beim Start des Pilates Training besteht im Kennenlernen seines Kraftgürtels. Der Schwerpunkt des Körpers liegt direkt unter dem Nabel in der Bauchhöhle, dieser Bereich ist das Kraftzentrum des Rumpfes.
Die Aktivierung der Kernmuskeln:
1. beim Ausatmen die Bauchmuskeln ohne Verkrampfen anspannen. Am besten sich dabei bildlich vorstellen, dass der Nabel zur Wirbelsäule gezogen wird.
2. Beckenbodenmuskeln anspannen, als ob man beim Wasser lassen anhalten will.
3. Gesäß- und Rückenmuskeln anspannen.

Indem du die Kernmuskeln anspannst, entlastest du deinen Körper und ermöglichst ihm, sich sicher und harmonisch zu bewegen. Je stärker die Bauchmuskulatur durch das regelmäßige Training wird, um so leichter und geschmeidiger kannst du dich bewegen.
Pilates-Übungen stärken die Muskulatur und ziehen die Muskeln lang, dadurch werden die Bewegungen vielfältiger und der Körper harmonischer.

 



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